Konzeptwettbewerb Expo2027, Dezember 2014

Romanshorn, auf dem Hafengelände. Eben haben wir den SBB-Bahnhof verlassen und bewegen uns inmitten einer Menschenschar in Richtung See. Vor unseren Augen hebt gerade ein Zeppelin ab, schwebt über den Hafen, unter ihm nimmt ein Schiff Kurs in Richtung Osten. Wir gehen am Hafen vorbei zu einer grossen Halle, in der sich Perron an Perron reiht, Züge stehen zur Abfahrt bereit. Eine grosse Anzeige zeigt die Abfahrtszeiten an. Wir steigen ein.
Wir kommen an einer Bibliothek vorbei, wo gerade eine Lesung stattfindet, und nehmen schliesslich in einem kleinen Kino Platz. Ein einführender Film stimmt uns auf das Expo-Erlebnis ein. Der Zug ist unterdessen losgefahren. Wir erfahren Wissenswertes über die verschiedenen Standorte und die Züge, welche diese miteinander verbinden. Viele Bilder bleiben im Kopf haften: Vom künstlich angelegten Hafen im Seegarten in Kreuzlingen etwa, der auf einem Ausstellungsparcours die Geschichte der wechselseitigen Beziehungen der Schweiz mit dem nahen und fernen Ausland aufrollt. Von Menschen, die durch einen gross angelegten Garten wandeln, um sich mit den Themen Biodiversität und Ernährung auseinanderzusetzen. Oder vom architektonisch eindrücklichen «Museum der Innovationen», das sich avantgardistischen Ideen rund um Wirtschaft, Politik und Kultur aus Vergangenheit und Gegenwart widmet. Schon bald hält der Zug, der Blick aus dem Fenster zeigt einen Bahnhof, ähnlich demjenigen in Romanshorn. Auf den Perrons warten Menschen, die in Scharen aus einem Gebäude in der Nähe des Bahnhofs strömen. Hier wartet eine grosse Ausstellung rund um den Wandel unserer Arbeitswelt darauf, entdeckt zu werden. Wir jedoch haben entschlossen, weiter nach Wil zu fahren. Dort wird in einer neu errichteten Siedlung mittels künstlerischer Interventionen das Thema Urbanität verhandelt. Das Expo-Erlebnis hat vielversprechend begonnen. 

Team: Netwerch; imRaum. Furter Handschin Rorato; Stefan Wagner